Zum Welttag der Elefanten am 12. August zeigt der Safarianbieter Wilderness, warum die Zukunft der größten Landsäugetiere Afrikas nicht allein in Nationalparks entschieden wird, sondern auf den uralten Wanderwegen zwischen Okavango-Delta, Mababe-Ebene und der Linyanti-Region.
Fast drei Jahrzehnte lang blieb der Savuti-Kanal im Norden Botswanas trocken. Als das Wasser 2008 zurückkehrte, folgten ihm auch die Elefanten. Seither ziehen wieder tausende Tiere durch das Linyanti-Wildreservat – auf denselben Routen, die ihre Herden seit Generationen nutzen.
Drei Regionen – ein Wandernetzwerk
Diese Wege sind weit mehr als bloße Verbindungen zwischen Wasserstellen. Gemeinsam mit dem Okavango-Delta und der Mababe-Ebene bildet das Linyanti-Gebiet einen der bedeutendsten zusammenhängenden Elefantenlebensräume Afrikas. Mehr als die Hälfte aller verbliebenen Afrikanischen Elefanten lebt innerhalb der grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA). Die Tiere sind auf offene Wanderkorridore angewiesen. Werden diese unterbrochen, steigt das Konfliktpotenzial zwischen Mensch und Tier.
Genau hier setzt Wilderness an. Das Safariunternehmen betreibt entlang dieser natürlichen Wanderachsen 13 Camps – sieben im Okavango-Delta, fünf im Linyanti und eines in der Mababe-Ebene – und verbindet Tourismus mit langfristigem Naturschutz: von der Erhaltung historischer Elefantenrouten über wissenschaftliches Monitoring bis hin zu Projekten, die Gemeinden dabei unterstützen, mit den Tieren zu leben statt gegen sie zu arbeiten.

Linyanti-Wildreservat: Wo Elefanten durchs Camp ziehen
Das rund 1.200 Quadratkilometer große Linyanti-Wildreservat verbindet das Okavango-Delta mit dem Chobe-Nationalpark und zählt zu den wichtigsten Wandergebieten für Elefanten im südlichen Afrika. Wilderness betreibt hier fünf Camps, darunter King’s Pool und DumaTau.
Während der Trockenzeit ziehen täglich große Herden durch die Region. Rund um King’s Pool begegnen Gäste den Tieren oft unmittelbar am Flussufer oder auf ihrem Weg zwischen Lagune und Wald – manchmal sogar mitten im Camp. Herden mit mehr als hundert Elefanten sind keine Seltenheit.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt DumaTau. Bereits bei der Planung des Camps wurden zwei historische Elefantenkorridore bewusst freigehalten. Bis heute können die Tiere östlich und westlich des Camps ungehindert wandern – oder, wenn sie möchten, direkt hindurch.

Mababe-Ebene: Das Bindeglied zwischen Delta und Linyanti
Zwischen Okavango-Delta und Linyanti erstreckt sich die Mababe-Ebene – eine weite, saisonal überflutete Landschaft, die zu den wichtigsten Wanderkorridoren Botswanas zählt. Während der Trockenzeit folgen große Elefantenherden den Wasserstellen und offenen Grasflächen auf ihrem Weg zwischen den beiden Ökosystemen.
Mit Mokete betreibt Wilderness hier ein unverzäuntes Camp mitten in dieser Wildnis. Die Lage macht Mokete zu einem idealen Ausgangspunkt, um das Zusammenspiel aus Wasser, Grasland und Tierwanderungen zu erleben. Elefanten gehören ebenso zum Landschaftsbild wie Büffel, Löwen oder Afrikanische Wildhunde. Nicht selten beginnen die ersten Wildbeobachtungen für die Gäste bereits unmittelbar vor der Zeltwand.
Okavango-Delta: Lebensader der Elefanten
Das Okavango-Delta ist das Herzstück dieses Wandernetzwerks. Jedes Jahr verwandeln die Fluten des Okavango-Flusses weite Teile der Kalahari in eines der artenreichsten Feuchtgebiete der Erde. Für Elefanten ist das Delta Rückzugsraum, Nahrungsquelle und Ausgangspunkt zugleich. Von hier aus ziehen viele Herden saisonal weiter Richtung Mababe-Ebene und Linyanti – und später wieder zurück.
Wilderness betreibt im Delta sieben Camps, darunter Mombo und Vumbura Plains. Die Region zählt zu den zuverlässigsten Orten Afrikas für Elefantenbeobachtungen. Familienverbände mit mehreren Dutzend Tieren, die Flussarme durchqueren oder an Lagunen baden, gehören hier vielerorts zum Alltag.
Ob bei einer Pirschfahrt, lautlos im Mokoro-Einbaumboot, auf einer Bootssafari oder bei einer geführten Wandersafari – überall eröffnen sich neue Perspektiven auf das Verhalten der Elefanten. Fotoverstecke auf Wasserhöhe ermöglichen außergewöhnliche Nahaufnahmen, während Helikopterflüge die Dimension dieses einzigartigen Wasserlabyrinths und seiner Wanderkorridore eindrucksvoll sichtbar machen.

Schutzarbeit im Linyanti und Okavango
1. Ecoexist: Wanderwege sichtbar machen
Seit 2019 arbeitet Wilderness mit der Naturschutzorganisation Ecoexist zusammen, um Mensch-Elefant-Konflikte im östlichen Okavango-Delta zu verringern. Fünf von Wilderness finanzierte Satellitenhalsbänder liefern stündliche GPS-Daten zu den Wanderbewegungen der Tiere. Die Daten helfen dabei, sogenannte Mikrokorridore zu identifizieren und in die Landnutzungsplanung einzubeziehen.
2. Hirse und Honig statt Zäune
Gemeinsam mit Ecoexist unterstützt Wilderness eine elefantenfreundliche Landwirtschaft. Statt Feldfrüchte anzubauen, die Elefanten besonders anziehen, setzen immer mehr Landwirte auf Hirse. Die Ernte kauft die Okavango Craft Brewery auf und braut daraus Bier, das anschließend in Wilderness-Camps ausgeschenkt wird. Ergänzend finanzierte Wilderness 70 Bienenstöcke für das Diyoveya-Honigprojekt. Deren Summen hält Elefanten auf natürliche Weise von den Feldern fern. Der Honig wird in den Wilderness Camps verwendet und schafft so einen direkten Mehrwert für die lokale Bevölkerung.
3. Project Loeto
Mit Project Loeto unterstützt Wilderness eine Initiative, die historische Wildtierkorridore innerhalb der gesamten KAZA-Region langfristig sichern und grenzüberschreitende Wanderbewegungen wieder erleichtern soll. Einnahmen aus dem Tourismus fließen darüber hinaus in Anti-Wilderei-Patrouillen, Habitatmanagement und wissenschaftliche Forschung.
Zum Schutz der Elefanten reicht es nicht aus, einzelne Schutzgebiete zu bewahren. Entscheidend ist, dass die Wanderwege zwischen ihnen erhalten bleiben. Genau dort setzt Wilderness gemeinsam mit Partnern, Gemeinden und Naturschutzorganisationen an – damit Botswanas Elefanten auch künftig frei zwischen Okavango, Mababe und Linyanti ziehen können.






