Wer London im Sommer besucht, kann sich zwischen dem Besuch von Big Ben, Museen und berühmten Einkaufsadressen mit einem Bad in der Themse abkühlen.
Im Fluss, der einst als „Great Stink“ berüchtigt und biologisch fast tot war, ist das Schwimmen wegen des regen Schiffsverkehrs, der Gezeitenströmungen und schlechter Wasserqualität grundsätzlich verboten. Jetzt gibt es zwischen Ham und Kingston im grünen Südwesten der englischen Metropole aber eine offizielle Badestelle. Die Wasserqualität wird wöchentlich geprüft, und sie ist gut.
Wer ein Bad unter freiem Himmel nehmen will, kann auch in Canary Wharf ins Wasser springen. Der Pool Sea Lanes Canary Wharf im üppig begrünten Eden Dock hat mit 50 Metern Länge und sechs Bahnen sogar olympische Maße und ist das ganze Jahr über geöffnet. Das Schwimmen inmitten einer faszinierenden Kulisse mit Wolkenkratzern kostet acht Pfund.

Das ehemalige Hafengebiet war einst einer der umschlagstärksten Häfen der Welt und wurde nach dem Niedergang der Hafenindustrie ab den 1990er Jahren als futuristisches Banken- und Büroviertel aufgebaut. Einige der höchsten Gebäude des Vereinigten Königreichs stehen hier – manche sprechen sogar von Londons Antwort auf Manhattan.
Auch für Touristen ist das auffallend saubere Quartier interessant. Spazierwege direkt am Wasser mit Sitzbänken, Cafes, Restaurants sowie Einkaufszentren mit Läden bekannter Marken sowie viele Grünanlagen machen Canary Wharf attraktiv. Aufschlussreich sind die Tafeln, die über die Geschichte des Hafenviertels informieren. Wer mehr wissen möchte, besucht das Museum of Docklands. Der Eintritt ist frei.
Canary Wharf ist durch die London Underground in wenigen Minuten vom Zentrum zu erreichen. Inzwischen haben hier auch einige Hotels eröffnet. Wer auf der Suche nach einem erschwinglichen Designhotel ist, wird zum Beispiel mit dem TRIBE fündig. Die aus Australien stammende Hotelgruppe ist für ihr kühnes, aber funktionales Design bekannt. Die Zimmer sind stilvoll eingerichtet. Die Bäder sind mit Regenduschen ausgestattet und es stehen Kosmetikprodukte von Kevin Murphy bereit. Im kalifornisch inspirierten Restaurant „Feels Like June“ gibt es nicht nur ein üppiges Frühstücksbuffet, es ist auch tagsüber und bis in die Abendstunden ein beliebter Treffpunkt der Hotel- und lokalen Gäste.






