San Francisco – Stadt an der Golden Gate Bridge

Detlef Berg Von Detlef Berg
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Auf die Minute pünktlich rollt der bunt bemalte VW-Bus vor unser Hotel Inn at the Presidio. Es befindet sich in einem weitläufigen Areal, das einst als Militärstützpunkt diente und mit großem Aufwand zu einer riesigen Parklandschaft mit einigen historischen Gebäuden umgestaltet wurde. Neben dem Hotel gibt es auch noch gute Restaurants und das Walt Disney Family Museum. Cyrus, unser Guide und Fahrer, begrüßt jeden von uns per Handschlag, und wir klettern in den kleinen alten Bus. Das kleine Unternehmen Love Tours ist mit sieben dieser Oldtimer, allesamt bunt bemalt und auffällig, in San Francisco unterwegs. Die Fahrzeuge sind über 50 Jahre alt und sollen an die 1960er Jahre erinnern, als Blumenkinder San Francico zum weltweiten Zentrum der Hippie-Bewegung machten. „Ich zeige Euch nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch ein paar andere spannende Ecken meiner Heimatstadt“, sagt Cyrus und startet den Motor. Erste Station ist die Golden Gate Bridge, und wir halten da, wo sie am besten zu fotografieren ist. „Wenn ihr noch Zeit habt, mietet Euch ein Fahrrad, radelt über die Golden Gate Bridge bis nach Sausalito, einem charmanten Küstenstädchen. Mit der Fähre kommt ihr zurück nach San Francisco“.

Jetzt geht es aber mit dem Bully weiter und wir entdecken mit Baker Beach und China Beach Bilderbuchstrände. Zum Baden ist der Pazifik aber zu kalt. Cyrus steuert durch den sich anschließenden Golden Gate Park. Das sei die gute Stube der Stadt und mit vier Quadratkilometern Fläche sei die gepflegte Anlage auch größer als der New Yorker Central Park. Seit Corona ist der 2,4 Kilometer lange JFK Drive zu einer Promenade nur für Fußgänger und Radfahrer umgestaltet worden und mit weiteren Attraktionen wie Sportplätzen, Botanischem Garten, einem Gehege für eine Bisonherde sowie einer Open-Air-Bühne ist der Park eine attraktive Ruhezone in der ansonsten quirligen Metropole.

Lebhaft geht es dagegen in Chinatown zu, einem Quartier, in dem fast 100 000 Chinesen leben. Restaurants, Läden und sogar Telefonzellen tragen chinesische Schriftzeichen. In North Beach dagegen konzentrieren sich italienische Restaurants und Läden. Der Mission District schließlich ist geprägt von lateinamerikanischen Einflüssen. Für Cyrus ist es das coolste Viertel von San Francisco. „Schöne viktorianische Häuserzeilen wechseln hier mit etwas schäbigeren Gebäuden. Das Beste sind die unzähligen kleinen Läden, die zum Herumstöbern einladen und die vielfältige Restaurantszene“, schwärmt Cyrus. Und dann stoppt er noch am Mission Dolores Park, wo sich Einheimische und Besucher zum Ausspannen treffen. Wir setzen uns am oberen Rand des Parks ins Gras, packen Sandwiches aus und genießen die großartige Sicht auf die Skyline der Stadt.

Auch Frank Marx ist davon überzeugt, dass sich Besuchern San Francisco am besten über seine unterschiedlichen Stadtviertel erschließt. Der Deutsche lebt seit 2017 in der Stadt und bietet Touren zu den verschiedensten Themen an. Mit ihm streifen wir durch Haight-Ashbury mit seinem Hippie-Flair und dem Nachhall des Summer of Love, besuchen das neue Counterculture Museum, genießen den Blick vom Buena Vista Park und landen schließlich im Castro, wo die Regenbogenfahne mehr als nur ein Symbol ist.

Mit Carolyn Raisner, eine von über 80 San Francisco City Guides, erleben wir, was sich in Dogpatch tut. Das einstige Hafengebiet war früher Zentrum des Schiffbaus. Heute bestimmen attraktive Wohnlofts, Galerien, Brauhäuser und Restaurants mit viel industriellem Charme das aufstrebende Quartier.

In der Bay Area San Francisco in Santa Clara finden die Gruppenspiele der Schweiz bei der Fußball-WM ab 13. Juni statt.

WWW.SFTRAVEL.COM; WWW.SANFRANCISCOLOVETOURS.COM; WWW.FRANKINCISCO.COM; WWW.SFCITYGUIDES.ORG

 

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Detlef Berg ist freier Reise-Journalist und reist seit Jahren durch die ganze Welt. Dabei hat er weit mehr als 100 Länder und alle Kontinente besucht. Über seine Reisen berichtet er in verschiedenen Tageszeitungen und Magazinen und sehr oft ganz exklusiv für uns. Weiter gehört er seit Jahren zu den Top-10 Reise-Journalisten in Deutschland.