Ferien dienen für viele Schweizer:innen längst nicht mehr nur dazu, möglichst viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit abzuhaken. 60 % geben an, sich für Slow Travel zu entscheiden, um Reiseziele intensiver geniessen zu können. Für die Deutschschweizer:innen steht dieser Aspekt besonders im Vordergrund, während für die Westschweizer:innen das persönliche Wohlbefinden und der Stressabbau die wichtigste Motivation darstellen.
Auch bei den konkreten Erwartungen zeigt sich ein klares Bild: 84 % möchten in den Ferien bewusst entschleunigen. Ebenso viele wünschen sich, Kultur, Natur und die Menschen vor Ort besser kennenzulernen. Für 81 % sind wenige, dafür besonders eindrückliche Erlebnisse wichtiger als möglichst viele Programmpunkte.
Slow Travel bedeutet bewusstes Reisen
Slow Travel steht für eine Reiseform, bei der Qualität vor Quantität zählt. Statt möglichst viele Orte in kurzer Zeit zu besuchen, verbringen Reisende mehr Zeit an einer Destination, entdecken diese intensiver und legen Wert auf nachhaltigere Fortbewegung – etwa mit dem Zug oder dem Fahrrad. Im Mittelpunkt stehen authentische Erlebnisse, persönliche Begegnungen und das bewusste Erleben von Natur und Kultur.
«Slow Travel bedeutet nicht zwingend, langsamer ans Ziel zu gelangen. Vielmehr geht es darum, eine Destination intensiver zu erleben. Dieses Bedürfnis greifen wir bereits heute mit verschiedenen Reiseformen und unterschiedlichen Angeboten auf – von Zugreisen bis zu naturnahen Rundreisen oder das bewusste Entschleunigen in Blockhäusern in Skandinavien», erklärt Alexander Brändle, Chief Operating Officer Specialists, DERTOUR Suisse.
Nachfrage spiegelt sich im Portfolio wider
Die Ergebnisse des Travel Trend Reports decken sich mit Entwicklungen, die DERTOUR Suisse bereits heute beobachtet. Reiseformen, die mehr Zeit vor Ort ermöglichen oder den Weg selbst zum Erlebnis machen, gewinnen an Bedeutung. Unter den Spezialistenmarken wie beispielsweise railtour, Kontiki und Cotravel bietet DERTOUR Suisse bereits heute konkrete Reiseangebote an, die diesem Bedürfnis nach entschleunigtem und intensiverem Reisen entsprechen.
Raitour steht dabei für umweltbewusste Bahnreisen durch Europa, bei denen bereits die Anreise Teil des Ferienerlebnisses wird. Kontiki fokussiert auf naturnahe Reisen in den Norden Europas, bei denen intensive Naturerlebnisse und bewusstes Reisen im Vordergrund stehen. Cotravel wiederum bietet geführte Rundreisen in kleinen Gruppen, die Raum für authentische Begegnungen und vertiefte Einblicke in Kultur und Alltag vor Ort schaffen.
Slow Travel lässt sich dabei nicht auf eine bestimmte Reiseform reduzieren. Alle elf Spezialistenmarken von DERTOUR Suisse greifen den Trend auf ihre eigene Weise auf und sprechen damit unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse an – von umweltbewusstem Reisen über Natur- und Kulturerlebnisse bis hin zu individuellen und intensiven Begegnungen mit einer Destination. So zeigt sich Slow Travel in ganz unterschiedlichen Facetten und Reiseformen.
Fazit für den Schweizer Markt
Der dritte Teil des European Travel Trend Reports rundet das Bild der Schweizer Reisenden ab: Ferien werden zunehmend als bewusste Auszeit verstanden. Bereits die ersten beiden Ausgaben zeigten, dass Erholung, Naturerlebnisse und persönliche Bereicherung bei der Reiseplanung an Bedeutung gewinnen. Nun wird deutlich, dass auch die Art des Reisens selbst wichtiger wird. Weniger Programmpunkte, mehr Zeit vor Ort und authentische Begegnungen entsprechen dem Wunsch vieler Schweizer:innen nach entschleunigten und sinnstiftenden Ferien. Für Reiseveranstalter bedeutet dies, dass nicht nur die Destination, sondern auch das Reiseerlebnis als Ganzes stärker in den Mittelpunkt rückt.
Den vollständigen European Travel Trend Report der DERTOUR Group finden Sie hier.
Den ersten Teil des European Travel Trend Report finden Sie hier.
Den zweiten Teil des European Travel Trend Report finden Sie hier.
Methodik
Der European Travel Trend Report der DERTOUR Group analysiert aktuelle Entwicklungen im europäischen Reiseverhalten. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter 8’000 Personen in 13 europäischen Ländern sowie auf Buchungsdaten und Marktanalysen der DERTOUR Group. Für die Schweiz wurden 500 Personen befragt.






