Costa de la Luz – Spaniens wilde Atlantikküste

Detlef Berg Von Detlef Berg
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Jeden Abend zieht die Natur eine riesige Show ab. Theatralisch verabschiedet sich die Sonne in den Atlantik und taucht dabei die Strände der Costa de la Luz in Gold, Orange und Rot. Deshalb auch der Beiname, der „Küste des Lichts“ bedeutet. Rund 200 Kilometer lang ist die südliche Atlantikküste Spaniens. Sie erstreckt sich von Huelva bis nach Tarifa ganz im Süden, wo sich rauer Atlantik und ruhiges Mittelmeer zu Andalusiens Traumpaar vermählen.  

Die meisten Urlauber kommen wegen der langen Strände aus feinem Sand, und sie verbringen ihre Strandlage vornehmlich in der Horizontalen. Andere kommen wegen des Windes, der hier viel stärker als an der Mittelmeerküste bläst und optimale Bedingungen für Wellenreiter und Kite-Surfer schafft. Und wieder andere Urlauber wollen einfach nur bei den jetzt frühlingshaften Temperaturen entspannen und die Sonne genießen. Eine der besten Adressen dafür ist das Daia Slow Beach Hotel in Conil de la Frontera. Das Adults Only-Hotel bietet alle Annehmlichkeiten eines Luxusressort mit elegant in Beigetönen eingerichteten Zimmern, exzellenter Küche und mehreren Pools. Zur Entspannung lädt auch das Spa mit zahlreichen Wellness-Anwendungen ein. Lieblingsplatz vieler Gäste ist Tavira mit kleinem Infinity-Pool und einer Bar mir bequemen Lounge-Möbeln. Es ist der schönste Platz bei einem Cocktail den Sonnenuntergang zu erleben.

Wer die Umgebung erkunden möchte, hat mit dem Daia Slow Beach Hotel einen idealen Ausgangspunkt gefunden. Wer mag, kann eine kilometerlange Strandwanderung unternehmen. Unterwegs laden immer wieder weiße Strandrestaurants zum Verweilen ein. Nur wenige Gehminuten sind es dagegen bis zum alten Ortskern von Conil de la Frontera. Neben zahlreichen Geschäften mit Souvenirs locken auch einige Boutiquen zum Einkaufen. Beliebtes Fotomotiv sind die Plaza Puerta de Cadiz mit der Kathedrale und einem Museumskomplex, der dem Thunfischfang gewidmet ist. Die Fischerei, so erfahren wir dort, war jahrzehntelang die wichtigste Erwerbsquelle der Einheimischen. Im Komplex wurden vor allem Thunfische verarbeitet und gesalzen zum Verlauf in Fässer eingelegt. Auch heute hat dieser Wirtschaftszweig noch seine Bedeutung. Der nachhaltig gefangene rote Almadraba-Thunfisch steht auch im Mittelpunkt eines kulinarischen Festes, bei dem jedes Jahr im Frühjahr zahlreiche Restaurants hunderte von verschiedenen Zubereitungsvarianten präsentieren und um die Gunst der Gäste wetteifern.

Conil de la Frontera ist eines der weißen Dörfer mit fotogenen, weiß getünchten Häusern. An den Fassaden setzen mit Geranien bepflanzte Blumentöpfe wunderbare farbliche Kontraste. Es gibt eine touristische Route, die 19 Ortschaften in der Region Cadiz verbindet. Jeder Ort ist anders. Setenil de las Bodegas zum Beispiel beeindruckt mit seinen Höhlenhäusern, die direkt in den Felsen geschlagen wurden. Arcos de la Frontera, das vielleicht schönste Dorf, hat zahlreiche Aussichtspunkte auf die umgebende Landschaft. Unterwegs lohnen Stopps in einigen landwirtschaftlichen Betrieben, die traditionell hergestellten Käse anbieten. Auch eine Weinverkostung in einer der zahlreichen Weingüter lohnt sich.

Für Kulturinteressierte ist ein Tagesausflug nach Cadiz Pflicht. Die Silhouette der ältesten Stadt Spanien wird durch die mächtige Kathedrale bestimmt. Vom Turm eröffnet sich ein fantastischer Ausblick auf die Altstadt, die wie ein fünfeckiges Prisma ins Meer ragt und schöne Strände hat. Andere interessante Ziele sind Gibraltar oder ein Kurztrip mit der Fähre ins marokkanische Tanger.

WWW.DAIAHOTELS.COM; WWW.SPAIN.INFO

 

 

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Detlef Berg ist freier Reise-Journalist und reist seit Jahren durch die ganze Welt. Dabei hat er weit mehr als 100 Länder und alle Kontinente besucht. Über seine Reisen berichtet er in verschiedenen Tageszeitungen und Magazinen und sehr oft ganz exklusiv für uns. Weiter gehört er seit Jahren zu den Top-10 Reise-Journalisten in Deutschland.