Die fünf Sprachen der Liebe – und die Hotels, die sie erlebbar machen

Urs Huebscher Von Urs Huebscher
4 Min. Lesezeit

Liebe ist persönlich. Sie zeigt sich in Worten, Gesten, Zeit, Berührung oder Fürsorge – und genau diese Vielfalt macht sie so spannend. Das Konzept der „Fünf Sprachen der Liebe“ bringt diese Unterschiede auf den Punkt. Anlässlich des Monats der Liebe haben wir fünf außergewöhnliche Hotels ausgewählt, die jeweils eine der Sprachen widerspiegeln:

Wertschätzende Worte

c-Palacio-Solecio

Im historischen Zentrum von Málaga schafft das Boutique-Hotel Palacio Solecio einen Rahmen, in dem Gespräche selbstverständlich werden. Geschützte Innenhöfe, zurückhaltend gestaltete Zimmer und das Restaurant Balausta laden dazu ein, sich Zeit füreinander zu nehmen und Worte wirken zu lassen. Ohne große Inszenierung entsteht Nähe durch Austausch – beim Erzählen, Zuhören und Teilen von Eindrücken aus der Stadt. Palacio Solecio ist damit ein idealer Ort für Paare, deren Liebessprache in Sprache, Aufmerksamkeit und gegenseitiger Wertschätzung liegt. Besonderer Moment: Ein ruhiger Platz im Innenhof am frühen Abend – wenn der Trubel der Stadt abklingt und Gespräche fast von selbst entstehen.

Zweisamkeit

c-Cap-Rocat

Abgeschieden an der Küste Mallorcas gelegen, steht Cap Rocat für kompromisslose Ruhe und Konzentration auf das Wesentliche. Die ehemalige Militärfestung liegt abgeschieden an der Küste Mallorcas und öffnet sich mit weitem Blick über das Mittelmeer. Historische Architektur, großzügige private Bereiche und ein bewusst reduziertes Umfeld lenken den Fokus auf das Miteinander. Lange Abende auf der Terrasse, individuell arrangierte Dinner und Spa-Erlebnisse in den ehemaligen Gewölben der Festung lassen Zeit langsamer vergehen. Cap Rocat richtet sich an Paare, für die Nähe vor allem durch ungestörte Zweisamkeit entsteht.
Besonderer Moment: Ein später Abend, wenn die Anlage zur Ruhe kommt und der Blick über das Mittelmeer ganz ungestört bleibt.

Geschenke

(c) La Mamounia

Liebe als Geste wird im legendären Palasthotel La Mamounia in Marrakesch greifbar. Zuneigung wird hier durch kleine, materielle Aufmerksamkeiten spürbar, die mit Bedacht ausgewählt sind. Florale Arrangements aus den hauseigenen Gärten, feine Pâtisserie, handverlesene Details auf dem Zimmer oder Souvenirs marokkanischer Handwerkskunst verleihen dem Aufenthalt eine persönliche Note. Diese greifbaren Gesten sind Teil der Identität des Hauses und begleiten Gäste über den Moment hinaus. Ideal für Paare, deren Liebessprache darin liegt, Liebe durch Geschenke und symbolische Zeichen auszudrücken.
Besonderer Moment: Ein Besuch in den Gärten am Morgen – bevor sie für die Öffentlichkeit erwachen.

Fürsorge & Hilfsbereitschaft

(c) La Zambra

In La Zambra entsteht Nähe durch bewusstes Kümmern. Das ehemalige Byblos versteht sich heute als Retreat, der Paare dabei unterstützt, Verantwortung für das gemeinsame Wohlbefinden zu übernehmen. Im Mood Spa stehen angeleitete Formate und Workshops rund um Regeneration, Balance und Achtsamkeit im Fokus. Ergänzt wird das Konzept durch Kochkurse und geführte Wein- und Olivenölverkostungen, bei denen Ernährung als Teil von Fürsorge erlebbar wird. La Zambra richtet sich an Paare, deren Liebessprache darin liegt, Zuneigung durch Unterstützung, Aufmerksamkeit und aktives Dasein füreinander auszudrücken.
Besonderer Moment: Eine individuell abgestimmte Spa-Sequenz, die bewusst auf gemeinsames Erleben ausgelegt ist.

Körperliche Nähe

(c) Marugal Hotel Management

Direkt an den Dünen von Formentera gelegen, setzt Dunas de Formentera auf Reduktion und unmittelbare Sinneserfahrung. Natürliche Materialien, offene Räume und die Nähe zum Meer schaffen eine Atmosphäre, in der physische Präsenz und Berührung selbstverständlich werden. Barfuß im Sand, Wind und Licht auf der Haut: hier entsteht Intimität nicht durch Inszenierung, sondern durch physische Präsenz. Das Luxus-Resort ist ein Rückzugsort für Paare, deren Liebessprache über körperliche Nähe und gemeinsame Sinneseindrücke funktioniert. Besonderer Moment: Die frühen Morgenstunden am Strand, wenn Licht und Stille den Raum bestimmen.

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Urs Huebscher ist seit vielen Jahren Chefredaktor und Head of des PRESTIGE Travel Magazin. Er reist seit mehr als zwanzig Jahren durch die ganze Welt und hat fast alle Ecken dieser Welt schon gesehen. Seine Reportagen sind in den Print-Ausgaben des PRESTIGE Travel und im Luxus-Magazin PRESTIGE sowie auf deren Online-Seiten zu lesen. Weiter ist er Mitglied der Vereinigung Swiss Travel Communicators, dem führenden Schweizer Netzwerk für Reisejournalismus.